Die Durchführung von klinischen Studien vereinfachen?
Wir harmonisieren Abläufe.

Mitglieder

Assoziierte Mitglieder

Die SCTO ist eine eigenständige Organisation und basiert auf einer Initiative des Schweizerischen Nationalfonds und der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften.

Seit 2017 ist die SCTO eine vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation sowie vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte Forschungsinfrastruktur von nationaler Bedeutung.

SCTO-Plattformen

Kompetenzzentren für die Kernbereiche der klinischen Forschung

Mit wem interagieren die Plattformen und welchen Beitrag leisten sie?

Unsere Plattformen unterstützen verschiedene Kundengruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Als Kompetenzzentren sind sie die erste Anlaufstelle bei Fragen rund um die klinische Forschung. Zu ihrer Aufgabe gehört die vielfältige Unterstützung folgender nationaler und internationaler Interessengruppen:

  • Zuständige Behörden und Ethikkommissionen: Förderung der (inter)nationalen Harmonisierung und der Vereinfachung von Prozessen
  • Klinisch Forschende, Sponsoren und deren Teams (Industrie als auch Akademie): Festlegen von nationalen Standards, Erarbeitung von Empfehlungen (z. B. Unterstützung bei Multizenterstudien), Sicherstellung der internationalen Kompatibilität sowie Kompetenzförderung und -erhalt
  • Weitere Partner: Funktion als zentrale Informationsdrehscheibe
  • Patientinnen und Patienten: Förderung der Patientenbeteiligung mithilfe von EUPATI Schweiz


Die Plattformen konzentrieren sich auf acht Kernbereiche der klinischen Forschung: Auditing, Statistik und Methodologie, Datenmanagement, Aus- und Weiterbildung, Projektmanagement, Monitoring, Regulatory Affairs und Safety. Die SCTO wird regelmässig über die gesetzten Ziele und Ergebnisse aus den einzelnen Plattformen berichten, während sich diese stetig weiterentwickeln.

Wer steht hinter den Plattformen?

Jede der CTUs führt eine Plattform, und gleichzeitig sind in jeder Plattform Mitarbeitende aus allen CTUs vertreten. Zusätzlich wirkt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK) mit, indem sie die Safety-Pattform leitet und sich bei den meisten Plattformen beteiligt. Auch das Ente Ospedaliero Cantonale (EOC) arbeitet bei manchen Plattformen mit und vertritt als assoziiertes Mitglied der SCTO die italienisch-sprachige Schweiz. Weitere Interessenvertreter und externe Experten können für bestimmte Themen hinzugezogen werden.

Geleitet werden die Plattformen von folgenden Koordiantorinnen und Koordinatoren:           

Auditing Dr. Regina Grossmann, CTU Zürich
Data Management 

Dr. Patrick Wright, CTU Basel

Education  Dr. Andri Christen, SCTO Geschäftsstelle
Monitoring Dr. Jocelyne Chabert, CTU Genf
Project Management Dr. Synove Otterbech und Mareen Reiter, CTU St.Gallen
Regulatory Affairs Dr. Laure Vallotton, CTU Lausanne
Safety Dr. Peter Durrer, Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK)
Statistics/ Methodology Brigitta Gahl, CTU Bern

Weshalb hat die SCTO Plattformen eingerichtet?

Wir haben die SCTO Plattformen ins Leben gerufen, um einem klaren Bedarf in der klinischen Forschung Rechnung zu tragen: Die Zahl der klinischen Forschungsprojekte hat in der Schweiz in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Was die Beteiligten beunruhigt, ist nicht nur die Quantität der durchgeführten Forschung, sondern deren Qualität. Die Steigerung der Forschungsqualität ist entscheidend für eine wirkungsvolle Forschung. Gleichzeitig müssen unnötige Ressourcenvergeudung, Redundanzen und Doppelarbeiten eliminiert werden. Alle Beteiligten sind sich einig: Die Schweiz braucht eine herausragende Forschung, und das Land soll als attraktiver Standort für solche Studien gelten.

Im Einklang mit unserem übergeordneten Ziel, die erfolgreiche Entwicklung neuer Therapien und die Verbesserung vorhandener Therapieverfahren voranzubringen, wurden 2017 acht Plattformen eingerichtet. Diese Plattformen sollen als Kompetenzzentren dienen. Jedes Kompetenzzentrum setzt sich aus einem Expertenteam zusammen, das über das nötige Know-how, die Kompetenzen und Kenntnisse zu einem wesentlichen Aspekt der klinischen Forschung verfügt. Dabei sollen die Mitglieder dieser Teams nicht nur Führung übernehmen und Ressourcen zur Verfügung stellen, sondern sich gegenseitig auch neue Impulse geben, ihren jeweiligen Fachbereichen neuen Antrieb verleihen und mit den aktuellen Trends und Best Practices schritthalten.

Unsere SCTO Liaison Officers agieren als Bindeglied, indem sie unter den individuellen Plattformen vermitteln und sie bei ihren Aktivitäten unterstützen.

Welchen Herausforderungen begegnet die klinische Forschung in und ausserhalb der Schweiz?

Die Schweiz kämpft mit den charakteristischen Herausforderungen der klinischen Forschung:

  • die massive administrative Komplexität der klinischen Forschungsprozesse, die sie langsam und schwerfällig werden lässt
  • die «One size fits all»-Herangehensweise beim Management von Studien, obwohl jede Studie eine eigene Abfolge von Überlegungen erfordert
  • die mangelnde Förderung der Aus- und Fortbildung des Forschungspersonals
  • ein inadäquater Infrastrukturrahmen für die klinische Forschung, der manchmal fehlt oder unzureichend finanziert ist
  • und schliesslich das überaus notwendige aber nicht angemessene Involvieren von Patientinnen und Patienten.

Was können die Plattformen verbessern?

Die Plattformen bieten eine Reihe von Lösungsansätzen für eine verbesserte klinische Forschung. Hierzu gehören:

  • stärkere und raschere nationale Harmonisierung und Kooperation dank Wissensaustausch und -transfer
  • praktische Empfehlungen, einschliesslich entsprechender Hilfsmittel und Ressourcen
  • klare nationale Anlaufstellen für spezifische Themen
  • stärkerer Austausch und mehr Harmonisierung in und ausserhalb Europa

Weshalb wurde die SCTO mit dieser Rolle beauftragt?

Die SCTO ist eine eigenständige Organisation und basiert auf einer Initiative des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften. Seit 2017 ist die SCTO eine vom Staatsekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und vom SNF geförderte Infrastruktur von nationaler Bedeutung. Das SBFI hat uns beauftragt, die klinischen Forschungsinfrastrukturen in der Schweiz zu optimieren.  

Seit 2007 bietet das CTU-Netzwerk erfolgreich Dienstleistungen für die Durchführung von klinischen Studienprojekten an. Zu diesem Zweck koordinieren wir die Zusammenarbeit zwischen den CTUs und unterstützen sie bei ihren Aktivitäten. Die Optimierung der klinischen Forschungsinfrastrukturen erforderte eine weitere Massnahme: den Aufbau von Kompetenzzentren.